Western Dreams and Eastern Promises

Das kainkollektiv machte sich im Frühjahr 2018 auf die Spuren der aktuellen Unruhen, die das Image des heutigen Europas in verschiedenen Ecken des Kontinents prägen.  In Kooperation mit den Medienkünstlern vom Visual Arts-Kollektiv „sputnic“ durchquerten die kainkollektivist*innen, mit Handkameras ausgestattet, die europäischen Landschaften von Sibiu, Wien und Warschau über London bis nach Athen und Lissabon und zurück ins Ruhrgebiet, um aus Sicht unterschiedlicher Biografien und Identitäten den Krisen und Potenzialen des Kontinents nachzuspüren.

Das Projekt initiiert eine Öffnungsbewegung, um Europas Geografie und Geschichte neu zu vermessen – irgendwo zwischen Heimat und Apokalypse steigt die mythologische Figur Europa von ihrem Sockel auf der Akropolis, um ihre Familie zusammenzurufen: denn die Welt will Europa die Trojanischen Pferde zurückgeben, die es ihr in dreitausend Jahren Geschichte vermacht hat…

Der „on the road“ entstandene Film eröffnet auf der Bühne einen Raum zwischen Bild und Theater: die Performer*innen setzen ihre realen Körper in eine Choreografie mit den abgebildeten Doubles und agieren zwischen Mythos und Realität. Dabei entsteht ein neues Performance-Format, das ROAD MOVIE / THEATRE, das die Umrisse des alten Kontinents noch einmal entwirft, kurz bevor seine Systeme kollabieren.

Konzept: kainkollektiv & sputnic (Voges) Inszenierung: kainkollektiv (Fabian Lettow, Mirjam Schmuck) Bühne: Zdravka Ivandija Kirigin Kostüm: Alexandra Tivig Dramaturgie: Mina Novakova Produktionsleitung kainkollektiv: Mina Novakova  Musik: Rasmus Nordholt-Frieling Video: Nils Voges Kameramann:  Juri Beythien Video Mitarbeit: Jacob Voges Regieassistenz: Frederick Krieger      Bühnenbildassistenz: Jonas Wuestefeld  Kostümassistenz: Sofia Dorazio Brockhausen Mit: Michael Bohn (Kontrabass), David Guy Kono, Bianca Künzel, Florian Lauss, Kerstin Pohle, Young-Won Song, Lukasz Stawarczyk, Christoph Vetter  
Gefördert durch das Ministerium für Kultur und Wissenschaft des Landes Nordrhein-Westfalen, durch die Kunststiftung NRW, durch die Spitzenförderung Theater NRW sowie durch die Rudolf Augstein Stiftung.